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After Work Unit

Von 18.4. - 28.9.2017:
2 x wöchentlich
Dienstag & Donnerstag
Treffpunkt: 18:00 Uhr
Sports Direct
1210 Wien,  Seyringerstr. 15
Dauer: 2 - 3 Stunden

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Rheinradweg – von Andermatt nach Kehl

 

Termin: 19. – 27. Juli 2014
 

"Der Rhein vereinigt Alles in sich. Der Rhein ist rasch wie die Rhone, breit wie die Loire, eingeengt wie die Maas, geschlängelt wie die Seine, klar und grün wie die Somme, historisch wie der Tiber, königlich wie die Donau, geheimnisvoll wie der Nil, goldführend wie ein Strom Amerikas, reich an Sagen und Geistern wie ein Fluss Asiens." (Victor Hugo, Rheinbrief XIV)

 

1. Tag: Anreise

Anreisetag von Wien nach Andermatt mit dem ELITE-Radbus.

2. Tag: Von Andermatt bzw. Oberalppass nach Chur

Leider begann diese Radtour mit schlechtem Wetter, sodass wir nicht das herrliche Bergpanorama rund um Andermatt bewundern konnten. Individuell wurde der Oberalppass in drei Gruppen erreicht. Die sportliche Gruppe (sechs an der Zahl) schaffte in ca. einer Stunde die 600 Höhenmeter auf den Pass zu bezwingen. Einige Teilnehmer zogen die Busfahrt vor, der Rest fuhr mit der Matterhorn-Gotthard-Bahn (auf Empfehlung unseres Reiseleiters Ernst) zum Oberalppass.

Bei strömenden Regen begann die Abfahrt in Richtung Disentis, die ohne Probleme bewältigt wurde. In Disentis besserte sich das Wetter und wir verließen die Hauptstraße. Über Schotterwege und Singletrails!! neben dem Rhein, hier noch ein „Bach“, kamen wir in die Ortschaft Ilanz. Hier beginnt die Rheinschlucht. Diese bestaunten wir von oben, da keine Straße neben dem Rhein aufgrund der Enge erbaut werden konnte.

Am späten Nachmittag erreichten wir Chur, wo die schöne Altstadt besichtigt werden konnte und auch köstliches Käsefondue für einige am Speiseplan stand. Der Rest der Truppe blieb im Hotel und wurde auch hervorragend versorgt.


   
 

3. Tag: Von Chur nach Lustenau

Morgens regnete es leider wieder. Im Bereich Sargans hörte es jedoch zum Glück wieder auf. Über asphaltierte Dammwege ging es vorbei an Liechtenstein – 2 Gruppen statteten auch Vaduz einen kurzen Besuch ab - und weiter nach Österreich. Über gut asphaltierte Wege vorbei an Feldern und Wiesen kamen wir schließlich in Lustenau an.

 

4. Tag: Von Lustenau nach Stein am Rhein

Sehr starker Regen am Morgen ließ uns den einvernehmlichen Entschluss fassen, die Reise mit dem Bus fortzusetzen. Als Alternative wurde ein Führung im Kloster St. Gallen und in Konstanz organisiert. Das fachkundige Wissen der beiden Reiseführer sowie die beiden interessanten Städte waren für alle ein kultureller Höhepunkt dieser Reise. Schon während der Fahrt nach Stein am Rhein hörte der Regen auf, sodass wir die Erkundung dieser Kleinstadt im Trockenen durchführen konnten. Mit seinen freskengeschmückten, steilgiebeligen Häusern und intakten Stadttoren gehört Stein am Rhein zu den besterhaltenen mittelalterlichen Kleinstädten der Schweiz.
 

 
 

5. Tag: Von Stein am Rhein nach Waldshut

Anfangs noch nebelig, besserte sich das Wetter während des Vormittages. Bei Sonnenschein erreichten wir Schaffhausen, wo eine Gruppe das Wahrzeichen dieser Stadt, die Festung Munot besichtigte. Eine beeindruckende Anlage mit 5 Meter dicken Mauern und ein schöner Rundblick belohnte die Auffahrt. In Neuhausen angekommen, bestaunten wir die Rheinfälle. Aufgrund der ausgiebigen Regenfälle führte der Rhein bereits Hochwasser. An verschiedenen hohen Stellen konnten wir die Wasserfälle bewundern, die donnernd in die Tiefe stürzten. Weiter fuhren wir durch kleine Dörfer mit vielen Fachwerksbauten. Kurz vor Waldshut legten wir eine Pause ein, um uns in einen Biergarten für die letzten Kilometer zu stärkten.

 

6. Tag: Von Waldshut nach Basel

Schönes Wetter begleitete uns am Nordufer des Rheins nach Laufenburg. An dieser Stelle suchte sich der Fluss seinen Weg zwischen dem Schwarzwald und der Tafeljura, sodass eine sehr enge Stelle mit den berühmten Stromschnellen – die berühmten „Loufen“ - entstanden ist. Wir fuhren an Felder, Wiesen und Weinterrassen vorbei nach Bad Säckingen, wo die längste gedeckte Holzbrücke Europas betrachtet wurde und ein Ständchen vom berühmten Trompeter von Säckingen zu hören war. Mehrere Kilometer vor Basel mussten wir noch durch ein Industriegebiet radeln, bevor wir Basel, mit seiner multikulturellen Bevölkerung im Grenzgebiet zu Frankreich, Deutschland und der Schweiz erreichten. Individuell wurde diese weltoffene, internationale und innovative Stadt erkundet. Am eindrucksvollsten präsentierte sich das von 1507 bis 1513 erbaute Rathaus. Eine Gruppe machte eine kleine Stadtrunde mit den Tramlinien 15 und 16.


  

7. Tag: Von Basel nach Breisach

Bei gutem Radwetter fuhren wir stundenlang im Augebiet auf feinem Schotter neben dem Rhein, bis wir schließlich über eine Brücke nach Frankreich zur Festungsanlage „Neuf-Brisach“ kamen. Diese achteckige Festung, erbaut im Auftrag von Ludwig XIV und nach den Plänen von Sebastien Vauban, war damals die größte Anlage Frankreichs. Ein kostümierter Führer – als Vauban verkleidet – informierte uns über dieses Bauwerk.

 

8. Tag: Von Breisach nach Kehl

Leider war das Wetter wieder schlechter geworden und Regenwolken bedeckten den Himmel. Wieder fuhren wir durch das Augebiet neben dem Rhein, wo eine Furt aufgrund von Hochwasser für eine Unterbrechung der Eintönigkeit sorgte. Nur eine Gruppe bewältigte dieses Hindernis. Die anderen fuhren über kleine Straßen am Europapark in Rust vorbei, um schließlich über zwei fahrbare Furten (wo einige der blauen Gruppe über sich hinauswuchsen und diese mit Todesverachtung bewältigten ;-) ), wieder im Regen, Kehl zu erreichen. Gott sei Dank fand sich neben der Hotelstiege ein Wasserschlauch. Mit dem wurden die Schmutzspuren des Tages rasch entfernt.


   
 

9. Tag: Heimfahrt nach Wien

Mit dem ELITE-Radbus ging es schnurstracks zurück nach Wien, wo wir um 18:00 in der ELITE-Garage ankamen.

 

Zusammenfassung:

Eine wunderschöne Radreise, die ohne Einschränkung weiter empfohlen werden kann. Eindeutiger Höhepunkt war der Rheinfall aufgrund des ungewöhnlich hohen Wasserstandes. Leider spielte bei unserer Reise das Wetter nicht immer mit.

 

Facts:

Blau 520 km 2210 hm
Violett 528 km 2210 hm
Rot 530 km 2800 hm

 

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