Startseite Rad-Reiseberichte 11ert0710 Bodensee

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After Work Unit

Von 14.4. - 30.9.2020:
3x wöchentlich / Dauer: 2-3 Stunden
Dienstag & Donnerstag
Treffpunkt: 18:00 Uhr
Sports Direct
1210 Wien,  Seyringerstr. 15

Mittwoch
Treffpunkt: 18:00 Uhr
1230 Wien, Friedhof Inzersdorf, Kolbegasse 34

Mit dem Rad rund um den Bodensee

1.Tag: Anreise mit ELITE Radbus
Um die weite Anreise quer durch Österreich ein wenig kürzer erscheinen zu lassen, machten wir einen Halt auf dem Arlbergpass. Ein bisschen die Füße vertreten und weiter ging es nach Lustenau zum Gasthof Meindl. Klein aber fein, präsentierte sich der familiär geführte Gasthof. Für unsere Räder stellte der Wirt sogar seinen Mercedes 250 SL Oldtimer aus der Garage.
2.Tag: Lustenau - Friedrichshafen
Nach dem Frühstück ging es in los. Hannes übernahm die rote Gruppe und Wilhelm fuhr wie so oft mit den Blauen. Entlang des Rheinkanals radelten wir zum Seeufer, dem wir später bis Bregenz folgten. In Bregenz stand alles im Zeichen der Festspiele. Zelte wurde aufgestellt, gezimmert und gehämmert und auch auf der Bühne wurden noch die letzten Vorbereitungen für die Premiere am 20. Juli getroffen.
Unter Wilhelms Führung machten wir noch einen Abstecher in die Bregenzer Oberstadt, die schon während der Römerzeit von Soldaten besetzt war. Nicht weit von Bregenz entfernt befindet sich die Inselstadt Lindau, ein Hotspot der Sommertouristen. Tausende Touristen kommen hier täglich am Bahnhof um zu übernachten oder nur eine Kurzvisite zu machen. Zwischen Lindau und Friedrichshafen begeisterte mich die liebliche zum See leicht abfallende Landschaft, die man schlechthin als riesigen Obstgarten bezeichnen könnte. Äpfel, Birnen, Zwetschken, Kirchen und jede Menge von Beerensträuchern reiften nahezu gleichzeitig auf den Bäumen. Das Businesshotel IBIS liegt direkt am Flughafen Friedrichshafen. Der sonst eher beschauliche Airport bietet weltweit eine einmalige Attraktion. Die NT 7 ein verbesserter Nachfolger des legendären Luftschiffes „ Graf Zeppelin“ startet von dort mehrmals täglich zu einem Rundflug um den See. Vom Hotelfenster konnte ich den Start mehrmals beobachten. Für die rote Gruppe blieb sogar Zeit noch das Zeppelinmuseum in der Stadt zu besichtigen. Den lauen Sommerabend haben wir dann gemeinsam direkt am Seeufer verbracht.
3.Tag: Friedrichshafen - Kostanz
Früher als im Programm angegeben starteten wir unsere Tagesetappe. Durch Friedrichshafen rollten wir ans Ufer zurück. Der Bodenseeradweg ist zum Teil wie eine Autobahn für Fahrräder ausgebaut und das mit gutem Grund. Bei dem schönen Wetter tummelten sich tausende Radler in beiden Richtungen. Nachdem wir Meersburg besichtigt hatten, mussten wir uns bis Überlingen sputen um die Fähre um 13:05 zu erreichen. Die Überfahrt nach Dingelsdorf dauerte nur wenige Minuten. Weil jetzt genügend Zeit blieb machten wir im Strandbad Litzelstetten Halt und kühlten uns im frischen Wasser des Sees ab. In dieser Zeit radelte die rote Gruppe noch an das nordwestlich Ufer nach Bodman. Danach ging es durch ein Waldstück über Forststraßen auf 600 Höhenmeter und danach wieder auf dem Radweg hinunter. Am heutigen Tag war noch ein Besuch der Blumeninsel Mainau am Programm. Unendlich viele Arten von Bäumen, Sträucher und Blumen wachsen auf diesem von der Natur gesegneten Platz. Müde radelten wir am späten Nachmittag die acht Kilometer bis zum Hotel nach Konstanz. Noch am selben Abend hatten wir einen Nachtwächter gebucht, der uns auf seinem Kontrollgang durch die nächtlichen Gassen, seine Stadt erklärte und zeigte. Danach durfte für die meisten ein kleiner Schluck in einem Lokal direkt am See nicht fehlen.
4.Tag: Konstanz - Ausflug um den Untersee
Das Wetter hatte umgeschlagen. Der Himmel war bedeckt und das Thermometer erreichte nicht einmal mehr die 20 Grad. Bei der Abfahrt begann es auch zu regnen, sodass ein Teil in Konstanz blieb und aufs Regenradeln verzichtete. Die rote Gruppe radelte direkt nach Stein am Rhein und hatte bei der Hinfahrt Glück mit dem Wetter. Nach einer Mittagspause fuhren wir zurück nach Konstanz und kamen dort sogar trocken an. Für die blaue Gruppe war bei der Etappe der Besuch der Klosterkirchen von Ober-, Mittel- und Niederzell auf der Klosterinsel Reichenau ein Schritt zu den Anfängen des Christentums in Mitteleuropa. Über Radolfszell erreichten wir Stein am Rhein. Das pittoreske Schweizer Städtchen liegt am Ausflug des Rheins. Von hier tritt er seine Reise durch halb Europa nach Norden an. Wegen des stark einsetzenden Regens und der schon gefahrenen Tagesleistung fuhren nur die unentwegten Radler, denen Wind und Wetter nichts anhaben kann, weiter nach Konstanz zurück.
5.Tag: Konstanz - Lustenau
Am letzten Tag, das Wetter war wenigstens trocken, besuchten wir noch den Hafen von Konstanz, wo die bezaubernde Imperia mit Papst und König spielt. Am Schweizer Ufer fuhren wir über Romannshorn, Arbon und Rohrschach zurück nach Lustenau.
Unser Kreis hatte sich geschlossen. Vielleicht bin ich schon ein wenig verwöhnt, doch mir fehlte ein wenig das Elitäre. Es ist halt nichts Besonderes, um den Bodensee zu radeln, wo hunderttausend andere das Gleiche tun. Alles in allem war es eine wunderschöne Radtour. Leicht von allen bewältigbar.
6.Tag: Rückreise nach Wien

Facts:
Blau T01:             58.0 km
Blau T02:             56.5 km
Blau T03:             66.8 km
Blau T04:             80.8 km
Rot T01                65.5 km
Rot T02:               85.4 km
Rot T03:               73.8 km
Rot T04:               62.4 km