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After Work Unit

2 x wöchentlich
Dienstag & Donnerstag
Treffpunkt: 18:00 Uhr
INTERSPORT Eybl Nord
1210 Wien,  Seyringerstr. 15
Dauer: 2 - 3 Stunden
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Letzte Ausfahrt
30. September 10

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10ert0722 Großglockner PDF Drucken E-Mail
Radparadies Kärnten und Fahrt über den Glockner
Termin: 22.-25. Juli 2010
22 Teilnehmer
Drei Programme und ein gemeinsames Finale kennzeichneten diese ELITE Radveranstaltung. Die Königsklasse war ein Angebot an die sportivsten Radfreaks in der ELITE Community. Sie stand unter der Leitung von Karol, der sich schon während der gesamten Saison darauf vorbereitet hatte und deshalb voller Ehrgeiz strotzte. Eine rote Gruppe unter der Leitung von Sabine war eine bewältigbare Routenführung für alle ELITE Radsportler. Harald bot in diesem Rahmen ein äußerst attraktives OFF Road Programm in Kärnten. Allen drei Programmen war jedoch die Alpenüberquerung auf der Großglockner Hochalpenstraße gemein.
Im Anschluss wollen wir die einzelnen Gruppen getrennt über ihre Eindrücke berichten lassen:
Rote Gruppe:
Unter der Leitung von Sabine radelten wir von Feldkirchen entlang dem Drauradweg nach Spittal/Drau. Diese erste Etappe war zum Einradeln ein idealer Start. Guter Rückenwind bließ uns in kurzer Zeit in unser Quartier. Das 25 Meter Becken im Garten des Hotels war wegen der enormen Hitze des Tages eine willkommene Einladung für den späten Nachmittag.
Natürlich konnte das Programm für die rote Gruppe nicht so zahm weitergehen. Am nächsten Tag ging es dann richtig los. Gemeinsam mit der grünen Gruppe fuhren wir möglichst zeitig nach Greifenburg und starteten eine Tour zum Weissensee über den Kreuzberg ins Gitschtal nach Hermagor. Über den Gailbergsattel wechselten wir vom Gailtal zurück ins Drautal. Das Ende der Rund war wieder in Greifenburg.
Am dritten Tag verließen wir Spittal und radelten den Drauradweg bis Dölsach kurz vor Lienz. Von hier aus begann der Anstieg über den Iselsberg. Die Überquerung brachte uns ins Mölltal, dem wir bis Großkirchheim folgten. Starker Gegenwind machte uns an diesem Tag das Leben schwer.
Auch das Wetter hatte sich umgestellt und hatte einen für diese Jahreszeit nicht unüblichen Wettersturz bewirkt. Die nordwestliche Wetterlage brachte immer wieder Schauer mit sich, die sich am Alpenhauptkamm stauten. Es war also für die Überfahrt nicht allzu gutes Wetter vorhergesagt. Zum Glück regnete es zum Start am Glockner-Tag nicht. Trotzdem war das Tal mit tiefliegenden Wolken verhangen. Während der Anfahrt nach Heiligenblut schien es als ob man hie und da blaue Flecken am Himmel erkennen könnte. Doch während des Anstieges zum Hochtor fiel immer wieder leichter Regen aus den dichten Wolken, sodass letztendlich doch die Regenjacken angezogen werden musste. Mit gleichem Tritt überwanden die Gipfelstürmer die 1400 Meter zum Hochtor. Kurz nach 11:00 waren alle roten Radler oben. Im neuerbauten Shop, dem auch eine Imbissstube angeschlossen konnte sich die einzeln Ankommenden von den Strapazen und der herrschenden Kälte von minus ein Grad erholen. Wegen der Kälte beschlossen die meisten mit dem Bus nach Fusch hinunter zu fahren.
Tourdaten:
1.Tag:
68 km
 280 Hm
2.Tag:
90 km
1170 Hm
3.Tag:
98 km
1100 Hm
4.Tag:
26 km
1530 Hm
Gesamt:
282 km
4080 Hm
 
 
Schwarze Gruppe:
1. Tag: Glorreiche Sieben, inklusive Guide Karol starten die erste Etappe von Feldkirchen gleich stark aufwärts (himmelwärts) in Richtung Himmelberg, danach westlich nach Innerteuchen. Sonnenschein und Temperaturen über 30 Gradlassen uns schwitzen. Ein großes Fahrverbotschild, wegen Bauarbeiten, hält uns nicht auf und wir fahren durch den einsamsten Wald, ohne Verkehr nach Arriach. Trageetappen miteingerechnet. Es geht es begab in Richtung Villach. Vor Treffen rechts, ein Geheimtipp Richtung Drautal, das Krastal das sich statt Tal als eine Bergwertung herausstellt. Vom Drautal  geht es gleich hinauf nach Fresach in Richtung Glanz und über eine Anzahl von weiteren Bergwertungen, ohne Verkehr treffen wir in Spittal im Hotel ein und werfen uns in den Swimmingpool.
2.  Tag: Spittal, Liesertal, Millstättersee, Radenthein Berwertung hinauf nach Kleinkirchheim (herrlicher Brunnen zum Flaschenfüllen vor dem Römerbad) hinunter nach Reichenau und dann wurde es wieder kritisch in Richtung Nockalmstraße. Erster Bergwertung auf über 2000 m, wo wir größere Einkäufe an Kärntner Hirschwurst tätigten. Dann geht  es hinunter nach Karlbad und gleich wieder einige hundert Höhenmeter auf über 2000 m. Unmengen von Wasser schütteten wir in uns hinein, trotzdem gibt es die ersten Muskelkrämpfe. Die Belohnung: bis Spittal, über 30 km rasant bei bis über 50 km/h, wo wir gleichzeitig mit dem Bus der grünen Gruppe eintreffen. Der Tag war heftig! Kaum im Hotel gibt es ein gewaltiges Gewitter.
3. Tag: Leider hat sich unserer Gruppe stark reduziert. Offensichtlich wollen sich einige Radler nicht den vierten Tag, die Königsetappe vermiesen und schonen sich durch Vermeidung der über 1500 Höhenmeter auf das Goldeck. Bernhard glaubt, dass es von Spittal direkt auf das Goldeck geht. Weitgefehlt. Karol führte uns Richtung Villach. Vor Paternion vom Drautal steil hinauf Richtung Weißensee. In Zlan nach rechts bis auf über 2000 m auf der Mautstraße. Wir haben Glück und es scheint die Sonne. Im Süden hängt noch das schlecht Wetter in den Karawanken und den Julischen Alpen. Wir werden mit einer herrlichen Aussicht belohnt. Der Wind ist in dieser Höhe eiskalt. Gemeinsam geht es hinunter, wieder in das Drautal und leider haben wir starken Gegenwind. Im Windschatten von Karol wollen wir uns nach Winklern kämpfen. Erstes Hindernis ist eine Feuerwehrübung oberhalb von Möllbrücke. Die Straße ist laut Kommandanten behördlich gesperrt. Wir lassen uns nicht abweisen und als Kompromiss und unter Protest tragen wir die Räder wieder einmal einige hundert Meter. Im oberen Mölltal hängt der Regen. Erstes Unterstehen in der Tankstelle bei Kolbnitz. Es hört wieder auf. Wir müssen weiter. Kommen bis knapp vor Obervellach. Der nächste Regen erwischt uns. Wir suchen Unterschupf in einer offenen Garage und werden wie durch ein Wunder von der dortigen  Familie zu Kaffee und Kuchen eingeladen. Das Wetter beruhigt sich etwas und wir radeln uns bis ins Hotel nach Döllach Großkircheim. Es ist 18 Uhr und wir sind geschafft.
4. Tag: Wir sind zu Viert und dürfen um 07:00 Uhr als erste starten. Richtung Heiligenblut hängen die Wolken. Franz hat keine langen Hosen und Bernhard hat zu viel gefrühstückt. Nach der Mautstelle fängt es heftig an zu regnen. Eine Windböe wirft Bernhard vom Rad. Auf der Franz- Josefshöhe schneit es leicht und die Temperaturen sind bei Null Grad. Karol im Training zum Ötztal Marathon organisiert sich vom Restaurant Müllsäcke, die er kunstvoll zuschneidert um die Abfahrt zum Kreisverkehr und den Anstieg zum Fuschertörl besser überstehen zu können. Bis zur Edelweißspitze ist er nicht mehr zusehen. Dann wird das Wetter besser.

Tourdaten:
Tag 1
74km
1020 Hm
Tag 2
115 km
2120 Hm
Tag 3
134 km
2410 Hm
Tag 4
59 km
2635 Hm
Summe 382 km 8185 hm

 

 
Grüne Gruppe:
Nach einer kurzweiligen Anreise starteten die 11 Personen starke grüne Gruppe bei großer Hitze um die Mittagszeit in Bad Kleinkirchheim.  
Die Tour beginnt gleich mit einem Single-Trail der jedoch wegen Holzarbeiten später gesperrt ist, sodass wir auf die Straße ausweichen müssen. Nach Feld am See geht es dann auf den ersten Berg, zuerst auf Forstwegen, dann auf einem Wanderweg der dann zu einem längeren Schiebestück hinauf zum Gasthof Bergfried, wo wir mit einem traumhaften Ausblick zum Millstätter See belohnt werden. Mit wieder gefüllten Wasservorräten, die bei 35 ° schnell wieder aufgebraucht sind geht es dann über mehrere Zwischenanstiege endlich zum See und zur ersehnten Erfrischung. Zu unserem Hotel in Spittal/Drau müssen wir dann nochmals einen Berg überwinden, schließlich wollen wir ja nicht auf der stark befahrenen Bundesstraße fahren. 
Am 2. Tag bringt uns der Bus nach Greifenburg. Erich bleibt im Hotel, da ihm die Hitze am Vortag stark zugesetzt hat. Unser Ziel ist die E.T. Compton-Hütte. Schon in der Früh ist es wieder sehr warm, aber im Wald ist die Hitze erträglich. Auf der ziemlich steilen Schotterstraße gewinnen wir rasch an Höhenmeter und erreichen über eine schöne Wiesenquerung die Waisacher Alm. Wir treffen hier einen Einheimischen der uns rät, bald weiter zu fahren, da für den Nachmittag Gewitter angesagt sind. Außerdem zweifelt er daran, dass wir überhaupt die Hütte erreichen, da Barbara jetzt schon am vorletzten Kranzl fährt. Nachdem er aber Margits schweres Fahrrad mit Satteltaschen sieht, ist er sehr beeindruckt und ergreift schnell die Flucht. Wie angekündigt sind die weitern 500 Höhenmeter wirklich einiges anstrengender. Der lose grobe Schotter bei Steigungen um 13 – 14 % zwingt den einen oder anderen zum Absteigen. Aber alle erreichen glücklich und stolz das Ziel. Die Hütte liegt wunderschöne direkt vor der mächtigen Wand des Reißecks. In der Pause wird nicht nur gegessen und getrunken sondern wegen eines schleichenden Patschens auch der Schlauch von Barbaras Rad gewechselt. Die Schotterabfahrt ist dann nochmals eine Herausforderung die aber von allen toll gemeistert wird. Erst abends kommen dann Gewitter und damit die Abkühlung. 
Der 3. Tag soll ein Ruhetag werden, um noch Kräfte für die Glocknerüberquerung zu sparen. 
Erich gönnt sich nochmals Pause, dafür bekommen wir Zuwachs von Leo, Wolfgang und August. Als „Wilde 13“ starten wir heute in Mallnitz. Einem Tag zum Ausruhen gerecht, führt die Route entlang der ehemaligen Bahntrasse immer bergab zurück ins Mölltal. So manches Eisenbahnherz schlägt hier höher und die rasante Abfahrt wird mit Fotostopps unterbrochen. Aber was wäre für die grüne Gruppe ein Tag ohne Höhenmeter . Also fahren wir 7 km und fast 900 HM auf einer schmalen Asphaltstraße hinauf nach Teuchlauf 1260 Meter Höhe. Wir erreichen unser Ziel, den Gasthof Alpenheim rechtzeitig vor dem Regen. Also machen wir erstmals eine ausgiebige Pause und warten den Regen ab. Denn es erwartet uns dann eine traumhafte Abfahrt. Unten am Teuchlbach führt der alte Weg, eine Schotterstraße 7 km wieder talauswärt, durch unberührten Wald, mit Farnen und seltenen Pflanzen . Ganz am Schluss erwarten uns dann dunkle und lange Tunnel am rauschenden Bach. Wie es der Zufall will, haben wir auch gleichzeitig zwei Patschen zu reparieren. Hannes erwartet uns schon mit dem Bus beim vereinbarten Treffpunkt und bringt uns nach Großkirchheim.
Abends bereiten wir uns im Hotel Post auf den nächsten Tag, die bevorstehende Glocknerüberquerung vor.
In der Früh ist es recht kalt und Richtung Heiligenblut sind die Wolken recht dicht. Erich ist wieder bei uns in der Gruppe und auch Wolfgang hat sich jetzt zu grün bekannt. Wir starten um 07:00 und müssen gleich zu Beginn gegen heftigen Gegenwind kämpfen. In Heiligenblut, gleich nach der
Talstation der Schareckbahn beginnt die Alte Glockner Straße. Zuerst recht steil auf Asphalt und dann über einige Schotterserpentinen mündet der Weg dann in die Glocknerstraße. Philipp, Benedikt und Matthias sind schon wie an den Tagen davor, weit voraus, wir sehen sie erst wieder frisch und gestärkt auf der Franz-Josefs-Höhe wieder.  
Robert muss erkennen, dass ihm die Kälte und der leichte Regen sehr zu schaffen macht und entscheidet auf halbem Weg zur Franz-Josefs-Höhe umzudrehen und doch gleich hinauf zum Hochtor zu fahren.
Erich, Wolfgang, Barbara, Margit, Aleksandra, Thomas, Wolfgang und Harald kommen bei recht guter Sicht zwischen 10:30 und 11:00 an und sind stolz, das erste Ziel auf 2350 m erreicht zu haben. Warm angezogen müssen wir wieder hinunter auf ca. 1800 Meter, zur Abzweigung hinauf zum Hochtor. 
Es herrscht heute erfreulich wenig Verkehr. Kehre für Kehre kämpfen wir dem Ziel entgegen, die Gruppe reißt immer weiter auseinander, andere schließen wieder auf. Für einige heißt es nur noch: durchhalten, nicht aufgeben. Um 13:30 sind dann schließlich alle am Hochtor auf 2504 M Höhe angelangt. Aber damit noch nicht genug. Nur eine kleine Stärkung, dann heißt es wieder warm anziehen, hinunter zur Fuscherlacke und hinauf zum Fuschertörl. Heinz ist mit den 3 Burschen bereits losgefahren. Sie wollen auch den letzten und höchsten Berg der Glocknerstraße, die Edelweißspitze erklimmen. Als Helden werden sie oben von den Bikern und Autofahrern gefeiert, was sie natürlich sehr stolz macht. Gemeinsam lassen wir uns dann wieder Kehre für Kehre hinunter nach Fusch. Die Kehre 3 wird dann noch Philipp zum Verhängnis. Sie wirft ihn vom Rad, zum Glück sind aber nur Schürfwunden und die Erkenntnis von Grenzen die Folgen. Margit gesellt sich dann noch mit einem Patschen zur Unfallstelle dazu.
Glücklich und zufrieden steigen wir um 16:00 in den Bus. 
 
 
Zusammenfassung: Eine der schönsten Touren im langjährigen Programm von Elite Tours. Man kann nur hoffen, dass diese Radreise weiterhin im Programm bleibt.